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Field Trial a la francaise in Frankreich
Dieser erste Field Trial sollte ein besonderer Abschluss unserer diesjährigen Prüfungssaison sein. Ohne jede Erwartungshaltung haben wir uns aufgemacht nach Preseau in Frankreich um das erste mal "jagdnah" zu arbeiten. Es war ein ganz besonderes Erlebnis und eine ganz andere Art der gemeinsamen Arbeit.

Samstag 21.November

Richter: André Chalard (F)

field trial

Schon im Wartebereich war Clara sehr angespannt und aufmerksam auf Grund der vielen Schüsse, die aus allen Richtungen zu hören waren. Unser Treiben fand im Wald statt. Zu viert standen wir in der Line, vor uns ein Gelände mit viel Unterholz und hohen Brombeerbüschen.

Als der erste Fasan flog und geschossen wurde fing Clara an zu beben und verfolgte hochkonzentriert das Geschehen. Es flogen 4 weitere Vögel, dann wurden die Hunde nacheinander zum Apport geschickt. Clara arbeitete als letzter Hund. Ich schickte sie nach rechts, da ich mit ziemlich sicher war, dass dort in ca 50m Entfernung ein Fasanenhahn heruntergekommen war, der noch von keinem der anderen Hunde geholt wurde. So war es auch. Clara fand schnell und brachte ihren ersten Vogel. Da sie den direkten Weg zu mir nahm quälte sie sich durch dichtes Totholz, was ihr die Anerkennung des Richters einbrachte, da die anderen Hunde alle leichtere Passagen suchten.


Im zweiten Treiben hatte ich große Schwierigkeiten zu markieren und wusste nur die ungefähre Richtung, in der der für Clara bestimmte Fasan liegen mußte. Es dauerte ewig bis sie zurück kam und so wie ich den Richter verstanden habe war es auf Grund des Geländes sehr schwierig den Vogel zu holen. Das Clara hechelnd und erschöpft nach diesem Apport neben mir saß, unterstrich diese Aussage.

Ein Golden und Clara bekamen im Anschluss noch die Möglichkeit einen weiteren Vogel zu holen der weit links hinten liegen sollte, in einem Gebiet, das ich von meinem Platz aus nicht einsehen konnte, da es durch eine Brombeermauer verdeckt war. Der erste Hund blieb erfolglos und auch Clara hatte kein Suchenglück. Da in meiner Gruppe niemand war, der Deutsch konnte und ich leider nicht genügend französisch spreche, war die Verständigung etwas problematisch. Ich denke aber, dass auch der Richter den dort vermuteten Fasan nicht finden konnte und so ein Eyewipe durch ihn nicht erfogte.

Clara erhielt am Ende des ersten Tages ein Excellent und den 2.Platz und ist somit F.T.A. (=Field Trial Awarded)

Sonntag 22. November

Richter: Ronny Michiels (B)

preseauNach dem tollen Ergebnis am Samstag bin ich ohne Aufregung in das Treiben gegangen. Clara dagegen war genauso angespannt wie am Vortag und im Gegensatz zu einem Workingtest, bei dem sie sehr gut in der Lage ist sich in den Pausen zu entspannen, verfolgte sie das Geschehen während wir warteten sehr aufmerksam und konzentriert.

Diesmal starteten wir in einer 3er Gruppe, ein Golden und zwei Flats. Richter R. Michiels positionierte uns im Wald. Das Gelände unterschied sich nicht von dem am Samstag, unwegsam, viel Totholz und Brombeeren.

Es wurden 6 Fasanen geschossen, Flugbahnen kaum, Fallstellen gar nicht sichtig. Hier bekam der Golden die erste Verwarnung, da er nicht sitzen blieb. Danach mußten wir unseren Standort wechseln, vor uns ein ca. 20 m tiefer Streifen Wald abgegrenzt durch einen dichten Stacheldraht zu einer Viehweide. Dort standen die Schützen um drei Vögel zu schießen. Da wir gegen die Sonne schauen mussten habe ich nicht einen Fasan markieren können. Der Golden sprang aufgeregt um seine Führerin herum, was das Aus für die beiden bedeutete. Nun waren wir also nur noch zu zweit. Clara arbeitete als zweiter Hund und im Gegesatz zu mir hatte sie markiert, denn sie schoss durch den Stacheldraht auf die Wiese, pickte und brachte. 

Nun sollten wir selbst mit unserern Hunden auf diese Wiese gehen. Ronny Michiels, der sehr gut deutsch spricht, erklärte uns, dass links unten im Wald, Entfernung ca. 120m, vermutlich 2 Vögel seien, einer aus der vorherigen Gruppe und unser dritter Vogel, ein Runner.

Wieder arbeitete Clara als zweiter Hund. Noch nie hab ich bei meinem Hund ein solch perfektes Lining gesehen, in grader Linie lief sie die Strecke in den Wald und nun galt es zu warten und sie arbeiten zu lassen. Nach einige Zeit kam sie erfolgreich mit einer Fasanenhenne im Fang zurück, was der Richter mit "excellent" kommentierte.

Nun waren nur noch die 6 Vögel aus dem Treiben zu arbeiten, also ging es wieder zurück zu unserer ersten Position und die Hunde kämpften sich 5mal erfolgreich durch das schwierige Gelände. Der sechste und somit letzte Fasan war Claras Aufgabe, sie arbeitete lange aber leider erfolglos, aber auch der zweite Hund hatte kein Suchenglück. Nun drohte uns beiden ein Eyewipe durch den Richter. Begleitet von den Schützen machte er sich auf die Suche, aber auch er fand nichts in dem vermuteten Fallgebiet.

Nach diesen 4 Retrieves dachte ich es wäre zu Ende, aber nochmals gab es einen Standortwechsel. Wir gingen weiter in den Wald hinein, Ronny Michiels vermutete noch einen Fasan weiter unterhalb, skizzierte mit den Händen grob das Gebiet und bat mich Clara in die Suche zu schicken. Nach einigen Minuten kam Clara zurück und zu meiner großer Erleichterung mit einem Fasan.

Clara bekam erneut ein excellent und kam mit 3 weiteren Hunden ins Stechen.

Das Stechen fand auf der schon erwähnten Viehweide statt. Die Schützenreihe stellte sich in ungefähr 100m Entfernung auf. Jeder Hund bekam eine Einzelmarkierung. Die Fallstellen waren, je nach dem wie die Fasanen flogen,  nicht sichtbar. Clara war als dritter Hund an der Reihe und nach Aussage des Richters und der Zuschauer hatte sie punktmarkiert, aber leider hat sie die wohl noch sehr wehrhafte Fasanenhenne fallenlassen und es brauchte mehere Versuche bis sie sie so sicher im Fang hatte, dass sie bringen konnte. Ihre Unerfahrenheit mit angeschossenem Wild brachte uns am Ende dieses tollen Tages das etwas unglückliche "eliminé".

Ich bin unglaublich stolz auf Clara und ihre hervorragende Arbeit an diesem Wochenende und mit Sicherheit war das nicht unser letzter Field Trial.

 

 
Die Wildförster-Trophy 2009

Endlich war es da, das langersehnte Wildförsterwochenende!!!

Gemeinsam mit 4 A'chen von Antoinettes French Quarter Friends verbrachten wir ein super Wochenende in Grevenbroich und Düsseldorf. Es wurde viel geklönt, gelacht, getrimmt, gegessen, getrunken und natürlich trainiert.

Es waren dieses Jahr 11 Wildförster zusammen gekommen, mit dabei waren zum erstenmal auch einige der D'chen (von links):

Heike mit Cayenne (Ayla), Regina, Hanna mit Carlotta, Monika mit Dago (Jakob), Melanie mit Diaz (Lenni), Martin, Anna mit Mama Bina, Andrea mit Ciro, Jutta mit Darik, Frank mit Caspar (Paul), Kirsten mit Dag (Jason), Diana mit Camus und Clara und ich.

Die Wildförster

Während Anna den Samstag über mit den Frenchies trainierte, wurden die C'chen und D'chen von Martin trainiert. Es ist schon eine lieb gwordene Tradition, dass er sich bei unseren Treffen als Trainer zur Verfügung stellt und uns mit vielen interessanten Aufgaben durch das Wochenende begleitet.

C'chen walk-upDer Tag begann mit einem Walk-up, bei dem sich Martin einen Überblick über die Entwicklung der Hunde verschaffen konnte. Die meisten hatte er ja nun seit einem Jahr nicht mehr gesehen und die D'chen hatte er ja noch gar nicht in Aktion erlebt.
Martin stand uns in seiner gewohnten ruhigen Art mit Tipps zur Seite und beobachtete genau die Stärken und Schwächen der Teams, um sie bei weiteren Aufgaben aufzugreifen und daran zu feilen.Martin
Martin und MelanieAuch die D'chen kamen auf ihre Kosten. Martin nahm sich viel Zeit um unseren "Neulingen" die Feinheiten der Dummyarbeit näher zu bringen. Hier ist es Melanie, im Gespräch mit Martin, während Jakob und Lenni gespannt auf ihren Einsatz warten.
In 3er Gruppen wurde weiter gearbeitet. Es gab 3fach Markierungen mit einem langsam gezogenen Dummy als Verleitung bei den Fortgeschrittenen, Paul, Ciro und Clara. Die Schwierigkeit der Aufgabe bestand darin, dass Martin vorgab, welcher Hund welches Dummy holen sollte. Genaues Arbeiten und ein präzises, schnelles Handling waren hier notwendig um den Hund zum Erfolg zu bringen.Gruppe
Bina, Ayla und DarikAndrea mit Ciro, Diana mit Camus
 
Frank und Paul

 

Pünktlich zu Mittagspause verabschiedete sich die Sonne und der große Regen kam. Aber wie es sich für unsere Trophy gehört, war nach einer guten Stunde der Regenspuk vorbei und wir konnten bei bestem Wetter weiterarbeiten.

 

line

Der Nachmittag verlangte von Hund und Mensch noch mal höchste Konzentration, denn wir arbeiteten aus einer 10er Line heraus.

Fast 3 Stunden aufpassen, immer die Dummies im Blick und warten auf den eigenen Einsatz. Das war besonders anspruchsvoll für die, erst ein Jahr alten, D'chen, die voller Spannung das Geschehen verfolgten.

Die "Kleinen" haben ihre Sache wirklich gut gemacht!!

Zum Abschluss des ersten Tages trafen wir uns dann mit Anna und den Frenchies um in gemischten Teams noch eine letzte Aufgabe zu arbeiten. Erst veranstalteten unsere fleißigen Helfer, Tibor, Janik, Kai, Manuel und Hermann ein Treiben in einem dichten Laubwald. Dort sollten dann die Hunde abwechselnd die Dummies holen. Die fortgeschrittenen Hunde durften jedoch erst Blinds arbeiten bevor sie dann in das Suchengebiet geschickt wurden.

Mit einem gemeinsamen Abendessen ging dieser anstrengende, aber schöne Tag zu Ende.

 Am Sonntag trafen wir uns dann noch einmal alle zu einem kleinen Team-Wt in Düsseldorf.

 Warten

Auch Jutta und Darik waren diesmal mit von der Partie, die den Samstag in Luxembourg zur Ausstellung waren.

Aus den insgesamt 15 Hunden (11 Wildförster und 4 Frenchies) stellten Anna und Martin Teams zusammen. Sie haben sich wirklich tolle Aufgaben einfallen lassen, die den Hunden und ihren Menschen noch mal einiges abverlangten. Und wie man sehen kann, hatten auch die beiden ihren Spaß dabei.

Anna und Martin

Es wurden gemischte Teams gebildet bestehend aus Frenchies und Wildförstern, jeweils Schnupper-, A- und F-Hund.

Anna und Martin „erfanden“ 4 Aufgaben, die fast das ganze Spektrum der Dummyarbeiten abdeckten. Weite und kurze Markierungen, Walk-up, Blinds, kleine Suchen, Memories, eben einfach alles das, was auch auf einem richtigen Team-Wt vorkommen kann. Mit viel Spaß, aber auch einem gewissen Ehrgeiz versuchten alle Teams ihre Aufgaben zu lösen.

Monika, Diana und Rainer bei der Aufgabenbesprechungen
Geschafft, das Dummy ist drin
 
Antoinette, Andrea und Melanie
Da einige noch einen recht langen Heimweg vor sich hatten beendeten wir gegen Nachmittag die Arbeit mit den Hunden und mit gemeinsamen Essen ging diese tolle, eigentlich viel zu kurze Zeit zu Ende. Es passte einfach alles, wie auch in den letzten Jahren schon und das macht unsere Wildförster-Trophy immer zu einem ganz besonderen Erlebnis.

 

 Dass Clara und ich die heißbegehrte Wildförster-Trophy bekamen, war natürlich das i-Tüpfelchen dieses Wochenendes und ich bin schon ziemlich stolz auf diese ganz besondere Auszeichnung.

 

die Trophy

 

Und frei nach dem Motto „Nach der Trophy ist vor der Trophy“ hat die Planung für das nächste Treffen schon begonnen. Hoffentlich wieder mit ganz vielen Wildförstern, Martin und unseren fleißigen Helfern.

Mehr Bilder von unserem Wochenende gibt es HIER

 

 
Work and Show in Combrimont (Frankreich) 2007

Combrimont

An diesem Wochenende hatte der Retriever Club de France zu Work and Show eingeladen.

Nach einer anstrengenden Fahrt mit einigen Staus sind wir am Abend in Combrimont im Elsass angekommen. Die wunderschöne Landschaft und das tolle Sommerwetter entschädigten für die lange Fahrt.

Unsere Gruppe bestand aus 11 "großen" und 5 "kleinen" Zweibeinern und 10 großen und kleinen 4-Beinern.

Untergebracht waren wir in einem Landschulheim in den Vogesen, vorsorgt mit einem reichhaltigen Abendessen ließen wir diesen Tag bei einem Gläschen Wein zu Ende gehen, voller Erwartung auf den Nächsten.

Schatten

Das Wetter hielt, was uns schon der Freitag schon versprochen hatte, Sonne pur, Temperaturen um die 30°.

Plätze im Schatten waren bei allen Teilnehmern heiß begehrt.

Clara Show

Der Samstag begann mit dem Showteil. Clara startete in der Jugendklasse und erreichte ein V3. Den Richterbericht kann man auf ihrer Ausstellungsseite nachlesen.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit einem tollen Bufett ging es dann an die "Arbeit".

Eigentlich hatte ich Finja in der Klasse "Initiation" gemeldet, aber wie ich ja berichtet habe, gibt es im Moment keine Dummyarbeit für meine Große.

Also hat Clara Finjas Platz beim WT übernommen. Ich wollte es als Trainingstag nutzen, aber schon die erste Aufgabe zeigte deutlich, dass das Niveau viel zu hoch war.

Es sollte eine Doppelmarkierung gearbeitet werden, Entfernung jeweils ca 60m. Die erste Markierung wurde Hangabwärts in eine Art Graben geworfen, Schütze und Werfer waren für den Hund und den HF nicht sichtbar. Die zweite, ebenfalls von einem Hang heruntergeworfen, fiel im 70° Winkel links. Schwierigkeit dabei war, dass das Dummy nicht sofort liegenblieb, sondern noch einige Meter weiter abwärts rollte und das recht anspruchsvolle Gelände.

Nach der langen Wartezeit beim Showteil war Clara mächtig heiß auf Bewegung und stürzte schon beim Schuss der 1.Markierung den Hang hinab. Das Dummy war noch gar nicht geworfen worden. Ja man kann eigentlich sagen Clara und das Dummy kamen Zeitgleich an!!!

Mit 0-Runden kann ich ja mittlerweile recht gut umgehen, aber als ich dann die 2. Aufgabe gesehen habe und die Schwierigkeiten, die weitaus erfahreneren Hunde damit hatten, war klar, das ist noch nichts für uns.

Einweisen (ca 50m) in ein Suchengebiet,ohne Brrrrt oder Schuss und, so wie mir gesagt wurde, noch mit einem Graben als Geländeübergang.

Clara und ich haben dann "Urlaub" gemacht! Die anderen unsere Gruppe, die in der Novice und in der Open gestartet sind, begleitet, zugeschaut und Daumen gedrückt.

Urlaub

Es war ein trotzdem ein toller Tag und für einige von uns auch sehr erfolgreich.

Es gab viele "V's" bei der Show und Jette wurde bester Flat.

Einen 6. und einen 8. Platz in der Klasse Novice von den Labbis Fee und Bo und Claras Mutter Bina erreichte bei ihrem ersten Start in der Open den zweiten Platz von 9 Starten.

Ein super Ergebnis und nochmal herzlichen Glückwunsch an Alle.

Sonnenuntergang im Elsass

Mit einem Abendessen mit elsässischen Spezialitäten, einen wunderschönen Sonnenuntergang ging dieser schöne, aber auch anstrengende Tag zu Ende.

Lieben Dank an Antoinette, die dieses Wochenende in "ihrem" Frankreich für uns organisiert hat! Schade nur, dass ihre Despina bei der ersten Aufgabe verletzte und nicht richtig mitmachen konnte.

Wenn's nach uns geht sind wir auch im nächsten Jahr wieder dabei.

 

 

 
Finja - Nichts Neues?

Ich habe überlegt, ob ich diesen Bericht schreiben soll. Nicht immer läuft es im Leben mit meinen Hunden erfolgreich und problemlos. Also warum nicht mal von Misserfolgen und schlechten Zeiten berichten?

Keiner ist perfekt. Weder ich noch meine Hunde.

Finja KopfEigentlich hatte ich mir für dieses Jahr mit Finja einiges vorgenommen, aber meine Große hat mir da einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Neben einigen Seminaren und der Teilnmahme an WT's hatte ich nicht zuletzt den Plan die BLP mit ihr zu machen.

Ja, nun habe ich diese Ideen erstmal auf Eis gelegt.

Dummyarbeit war noch nie Finjas wirkliche Leidenschaft. Einige Male habe ich mir sagen lassen müssen, dass sie ohne Trieb ist und ich die ganze Sache einfach lassen soll. Neidvoll habe ich anderen Teams zugeschaut beim Training oder bei Seminaren. Aber gerade dieser Neid, der Ehrgeiz erfolgreich zu sein haben dazu geführt, dass ich den falschen Weg eingeschlagen habe und die Dummyarbeit zu ernst und mit zuviel (Erfolgs-) Druck betrieben habe.

Finja WasserFinja hat mir schon einige Male gezeigt, dass sie zu der ganz sensiblen Sorte von Flats gehört. Sie kann schlecht mit Druck umgehen, reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen innerhalb der Familie und ist sehr empfindsam was meine Stimmung angeht. Während Clara sich ein "Donnerwetter" einfach abschüttelt, reagiert Finja mit Verunsicherung und Verweigerung. Das es ihr nicht gut geht äußert sich aber nicht nur in ihrem Verhalten sondern auch körperlich: Gewichtsabnahme, Fellverlust etc.

Claras Einzug war dann wohl das I-Tüpfelchen. Obwohl sie die Kleine sofort akzeptiert hat, hat sie sich im Laufe der Zeit mehr und mehr verändert. Von vielen Hunden weiß ich, dass Zuwachs den "Ehrgeiz" weckt und der "Will to please" nochmal angestachelt wird. Bei Finja nicht.

Das Gegenteil ist der Fall. Sie verweigert die Arbeit (Höhepunkt: 5 Null-Runden beim Teamwettkampf Berg und Tal), glänzt mit Ungehorsam, hetzt Kaninchen (soweit zum Thema Trieb) und legt es darauf an mich wütend zu machen. Manch einer wird jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil ich die Sache so "vermenschliche", aber ich kann es nicht anders beschreiben. Aufmerksamkeit durch Ungehorsam?

Finja AgilityWir haben die grünen Säcke, nach dem WT Berg und Tal im April, erstmal für unbestimmte Zeit an den "Nagel gehängt". Es gibt nur noch "Happy-Apporte" mit Bällen, dem Bumper oder einem Futterdummy, keinen Druck, egal ob sie ausspuckt, um mich herumtanzt oder, oder, oder ...

Ich achte darauf, dass ich mehr mit ihr alleine mache. Die ersten kleinen Erfolge stellen sich ein. Sie springt wieder an mir hoch, zeigt Begeisterung und mehr Lebensfreude und auch ihr körperlicher Zustand verbessert sich zusehends.

Aber, das muss ich zugeben, es fällt mir nicht immer leicht und ich habe mich schon oft dabei erwischt, die Sache wieder mal zu ernst zu nehmen.

Gebuchte Seminare habe ich, wenn es möglich war, mit Clara gemacht oder mir Claras Mutter Bina "ausgeliehen" . Lieben Dank nochmal an Anna, dass sie mir die Möglichkeit dazu gegeben hat.

Finja Agility

In einer Hundeschule haben wir mit Agility angefangen. Wir haben beide Spaß daran und Finja wird immer lockerer. Sie genießt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, die ich in dieser Zeit für sie habe. Auch im Umgang mit den anderen Hunde zeigt sie Verhaltensweisen, die ich lange bei ihr vermisst habe. Sie beginnt zum Spiel aufzufordern und bewegt sich sicher und ohne Scheu in der bunt gemischten Gruppe.

Mein Ziel ist es mit Finja wieder Dummyarbeit zu machen, aber der Weg dahin wird/muss ein anderer sein. Falsches Training, mein Ehrgeiz, zu viel zu schnell erreichen zu wollen, dass geht bei Finja nicht.

Aber wir haben Zeit und wenn es dieses Jahr nicht so läuft, dann vielleicht nächstes!

wir werden sehen ...

 
Clara - "1. Workingtest-Sieg" Schnupperklasse 2007
Richter: Gaby Kühlem und Ronald Pfaff

Die GruppeClaras erster Start bei einem Workingtest stand an diesem Samstag auf dem Programm. Da nicht oft Schnupper-WT's angeboten werden und ich es für wichtig halte für 2- und 4-Beiner Prüfungsatmosphäre zu schnuppern habe ich die Chance genutzt.

Mit dabei waren auch Claras Geschwister Cenzo, Ciro, Catharina und Carlotta.

Es wurde ein toller Tag mit guten Richtern, die sich machbare Aufgaben einfallen ließen und sich viel Zeit genommen haben zu erklären, Tipps zugeben und Trainingsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Markierung1. Aufgabe

Eine Markierung.

Das Dummy wurde mit Schuss in ca. 15-20m Entfernung an einen Hang geworfen. Das Gelände bestand aus hohem Bewuchs, vereinzelten Sträuchern und hoher Wiese.

R. Pfaff wollte einen zügigen Retrieve sehen. Im Anschluss nahm es sich die Zeit auf "Fehler" einzugehen und die Arbeit des Hundes zu beurteilen.

in der Wiese2. Aufgabe

Buschieren , Gelände wie bei der Markierung, 3 Dummys wurden vorher ausgelegt.

Hundeführer und Hund gehen erst gemeinsam ein Stück den Pfad entlang, dann wird der Hund rechts in das Suchengebiet geschickt und mit Wort oder Pfeife bei der Suche unterstützt.

R. Pfaff wollte sehen, dass der Hund auf kleinen Gebiet (ca 8m lang 4-5m tief) sucht und nicht in eine großflächige Suche verfällt.

Führer läuft3. Aufgabe

Das Gespann steht in Warteposition. G. Kühlem wollte auf dem Weg zu ihr schon korrekte Fußarbeit sehen.

Hund und Hundeführer gehen einige Meter frei bei Fuß, Hund sitzt, HF legt Dummy in ca 15m Entfernung aus. Dann zurück zum Hund, das ausgelgte Dummy wird beschossen (Schütze steht in einiger Entfernung hinter dem Team), auf Freigabe den Hund zum Apport schicken.

Nach Beendigung der Aufgabe teilte sie uns dann mit das noch einige andere Dummys ausgelegt worden waren, aber alle Hunde, das "richtige" Dummy apportiert haben.

Erklärung vom Richter4. Aufgabe

Hundführer und Hund stehen oberhalb des "Zielgebiets". Schuss fällt, das Dummy fliegt (ca. 25m) und wieder auf Freigabe zum Apport schicken. Das Gelände war recht schwierig, hoher Bewuchs, Sträucher, Wiese.

Bei dieser Aufgabe zeigte sich deutlich wie groß die Anstrengung eines solchen Tages für einen jungen Hund ist.

Gaby Kühlem verstand es aber sehr gut den 2- und 4-Beinern Hilfestellung zu geben, so dass jeder zum Erfolg kam. Da die ersten 4 Aufgaben so gut geklappt haben, gab es nach einer ausgiebigen Mittagspause noch eine

Clara bringt das Dummy5. Aufgabe

Jeweils 3 Gespanne stehen auf einem kleinen Hang, es wird ein Treiben nachgestellt mit vielen Schüssen und lautem Geschrei, 3 Dummys fliegen (es wurden aber bereits vorher 10 weitere Dummys ausgelegt).

Auf Freigabe durch R.Pfaff wurden die Hunde nacheinander geschickt. Gelände wieder hohe Wiese mit vereinzelten Sträuchern.

Es war wirklich ein toller WT-Einstieg, mit guten Richtern und einer sehr guten Organisation.

 
Clara - Junghunde-Seminar mit Dave Sissons 2007

Fuß gehen mit ClaraAn diesem Samstag stand mein erstes Dummy-Seminar mit Clara auf dem Programm. Der RTT hatte ein Ein-Tagesseminar für Junghunde bis zum Alter von 12 Monaten bei Dave Sissons organisiert. Mit dabei waren auch Claras Brüder Ciro und Paul.

Dave ist ein sehr ruhiger Ausbilder, der den Körperkontakt mit dem Hund, leise freundliche Töne zur Belohnung für gute Arbeit einsetzt. Individuell ging er auf die Fähigkeiten der Hunde und ihrer Menschen ein.

Besonders viel Wert legt er auf die "Basics", korrektes Fußlaufen, schnelles Setzen etc. und mit diesen Übungen haben wir auch eine Tei des Vormittags verbracht.

Reinkommen mit Dummy

Clara und ihre Brüder zeigten sich von der besten Seite beim Arbeiten und das brachte uns bei Dave ein dickes Lob ein.Uns hat das natürlich gut getan, dann das ist ja auch immer eine Bestätigung, dass unser Training sich lohnt.

Es war schon erstaunlich wie viele von den Hunden erst noch einig Ehrenrunden mit dem Dummy drehten, bevor sie es zurück brachten.

 

Clara springt

Neuland war die anschließende Sprungübung. Im Gegensatz zu ihren wagemutigen Brüdern, zierte sich Clara mächtig.Sie tänzelte vor dem Zaun herum und erst als Dave ein Dummy warf überwand sie ihre Scheu und sprang. Den Rückweg mit der "Beute" im Fang war dann kein Problem mehr.

 

Ausgabe mit Vorsitzen

Nach einer ausgiebigen Mittagspause gab es noch einige weite Makierungen, wobei wieder am korrekten Fußlaufen beim Walk-up und an der korrekten Ausgabe des Dummys gefeilt wurde.

 

 

Markierung im WaldZum Abschluss des Tages wurden im Wald noch einige Markierungen gearbeitet, was bei den Hunden nochmal die letzten Kraftreseven mobilisierte.

Es war ein wirklich toller Tag mit einem sehr guten Dave Sissons.

 

 

Ciro, Clara und Paul legten sich erschöpft in die Autos und wir 2-Beiner ließen den Arbeitstag mit Geprächen, Fachsimpeleien und kühlen Getränken zu Ende gehen.

Ciro, Clara und Paul

Vielen lieben Dank an Antonia für die vielen tollen Photos!

 
Finja - Workingtest RTT August 2006

AppellUnser erster richtiger Workingtest und meine Aufregung war dementsprechend groß.

So groß, dass sie sich direkt bei der ersten Aufgabe bemerkbar machte. Die Aufgabe glich den Appellfach bei der Dummy A, nur dass Flugbahn und Fallstelle des Dummies kaum sichtbar waren. Beim diesem kleinen Walk-up bestand ich darauf, dass Finja sich neben mich setzt, obwohl sie sonst immer steht. Das ging natürlich nicht ohne wiederholte Kommandos und das kostete uns 5 Punkte, denn die Markierung apportierte sie vorbildlich. 15/20.

ZaunAls ich die nächste Aufgabe sah war ich überzeugt: 0-Runde.
Richter und Hundeführer standen vor einer ca 1-1,20 m hohen Holzwand. Ein Schuss fiel, der Richter warf das Dummy über den Zaun (Fallstelle nicht sichtbar), dann umdrehen und frei bei Fuß ungefähr 30m zurück gehen. Von dort wurde der Hund dann geschickt. Nach der Abgabe des Dummies fiel wiederum ein Schuss und eine zweite Markierung fiel ins Gras.

Ich hätte es nicht erwartet, denn wir haben noch nicht so oft mit Hindernissen gearbeitet, aber Finja apportierte, wenn der Sprung auch nicht wirklich elegant war. Bei der anschließenden Markierung musste sie recht lange suchen, so dass wir insgesamt auf 13 Punkte kamen. 13/20.

Suche im WaldDie anschließende "Suchen" Aufgabe fand in einem Waldstück mit sehr viel Unterholz statt. Es fielen Schüsse in kurzen Abständen und Dummies wurden geworfen. Da Finja dass letzte geforderte Dummy nicht fand brachte uns diese Aufgabe 12 Punkte.

Eine Markierung, die auf der anderen Seite einer Schlucht fiel, war die nächste Aufgabe, die Finja arbeiten musste. Das klappte super und somit 20 Punkte.

Für die letzte Aufgabe bekamen wir 10 Punkte. Während wir frei bei Fuss eine größeres Rechteck liefen fielen Schuss und Markierung, am Ausgangspunkt angekommen durfte ich Finja zum Apport schicken. Wieder bei mir, wurde im hinter uns liegenden Wald "auf" ein schon ausgelegtes, nicht sichtbares Dummy geschossen. Da ich Finja bei diesem Teil der Aufgabe zweimal schicken musste, gab es mächtig Punktabzug.

Freude über den bestandenen WorkingtestWir belegten den 22. Platz bei 47 Starten. Ein Ergebnis auf das ich auf Grund der hohen "Durchfallquote" und der guten Arbeit meiner Finja, sehr stolz bin.

Danke an Antoinette für das Begleiten des WT mit der Kamera!

 

 

 

 

 

 
Finja - Seminar Jörg Brach Juni 2006

Finja startetDiese 2 Tage hatten wir in Eigenregie organisiert und in einem Revier in der Nähe von Weeze fanden wir optimale Trainingsbedingungen. Unsere Trainingsgruppe bestand aus 3 Flats und 3 Labbis, die regelmäßig miteinander trainieren.

Da wir alle leider zu wenig Wert auf das Einweisen gelegt haben ist Jörg, auf unseren Wunsch hin, darauf besonders eingegangen. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis haben wir gemeinsam sie Anfänge erarbeitet. Je nach Leistungsstand der Hunde wurden die Aufgabe variiert in Entfernung und Dauer des Memory, so dass jeder Hund erfolgreich arbeiten konnte.

Walk Up mit SpanielEine besondere Herausforderung für unsere Hunde war ein Walk-up, bei dem Jörg's Springer Spaniel zum Einsatz kam. Finjas Anspannung war riesengroß, dieser vor uns herumspringende Wirbelwind bedeutet Stress pur. Die Markierung arbeitet sie trotzdem zuverlässig, wenn auch nicht so locker und freudig wie sonst.

Finja im WasserAm zweiten Tag merkte man den 2- und 4-Beiner die Anstrengungen des vorangegangen Tages an. Es wurden noch einige Aufgaben zum Einweisen gearbeitet, links uns rechts schicken, und dann ging es ans Wasser, nicht unbedingt zur Freunde aller Hundeführer, aber auf jeden Fall zur Freude unserer Hunde.

Zum Abschluss des Tages erarbeiteten wir die Grundlagen der Verlorensuche. Es war für mich doch erschreckend zu erfahren, wie unüberlegt ich mit Finja gearbeitet habe. Nicht im Wald- nein auf einer freien Fläche wird gearbeitet. Nicht blind, sondern sichtig werden die Dummies ausgelegt. Nicht einfach unsystematisch verteilen, sondern in Schlangenlinien wird beim Auslegen das Gelände durchlaufen. Für Hunde, die tief ins Suchengebiet hinein gehen und schnell überlaufen werden die Dummies vorne zuletzt ausgelegt und auch viel mehr. Bei Hunden, die eher im vorderen Bereich suchen eben genau andersherum.

GruppeUnd weil wir alle soviel gelernt haben in den 2 Tagen, noch viel, viel mehr lernen wollen und die ganze Sache auch noch eine Menge Spaß gemacht hat haben wir uns für November wieder mit Jörg verabredet ...

Mehr Bilder (alle von Antoinette und Marion, Danke!) zum Seminar unter "Galerien"